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VW konkretisiert Kooperation mit Ford und holt Ex-Apple-Manager

Der Bereich Nutzfahrzeuge könnte bei einer eventuellen Zusammenarbeit zur Selbstfahrtechnologie eine zentrale Rolle spielen. VW wirbt Apple-Spezialisten für die Nutzfahrzeugtochter und Aufbau eines Zentrums für autonomes Fahren ab.

Erster: In Hamburg startete die VW-Tochter Moia sein elektrisches Ride-Sharing-Angebot. Die Shuttles werden von Fahrern gesteuert, Moia soll aber auch Erstanwendung für die Selfdriving-Software Aurora sein. | Foto: VW/Moia
Erster: In Hamburg startete die VW-Tochter Moia sein elektrisches Ride-Sharing-Angebot. Die Shuttles werden von Fahrern gesteuert, Moia soll aber auch Erstanwendung für die Selfdriving-Software Aurora sein. | Foto: VW/Moia
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Johannes Reichel

Volkswagen und der Ford-Konzern sollen sich im Hinblick auf eine Kooperation beim autonomen Fahren und der Elektromobilität entscheidend angenähert haben. Das wurde zuerst über die Nachrichtenagentur Reuters bekannt und von FAZ.Net auf Basis von dem Vernehmen nach "gut informierten Kreise" bestätigt. Details sollen auf der Autoshow in Detroit bekanntgegeben werden. Es soll um ein Investment von VW in die Sparte autonomes Fahren von Ford und im Umkehrschluss eine Lizensierung des MEB-Baukastens von VW durch das US-Unternehmen gehen. Über eine Zusammenarbeit der beiden Autohersteller wird schon länger spekuliert, sie ist für den Bereich der leichten Nutzfahrzeuge auch schon über eine Absichtserklärung fixiert und dem Vernehmen nach weit gediehen.

Neue Dachmarke soll Selbstfahrtechnologie bündeln

Mit eigenen autonomen Fahrzeugen will der Hersteller dem Vernehmen nach ab 2021 aufwarten, dann bereits auf Level 5. Vorerst müssen unter der vor kurzem gegründeten neuen Dachmarke IQ.Drive einige Sondermodelle mit FAS-Paket die Zeit überbrücken. Das Label stehe unter dem Motto „Auf dem Weg zum autonomen Fahren“ und umfasse eine Vielzahl von heute verfügbaren Assistenzsysteme, wie Holger Santel, Leiter Vertrieb und Marketing Deutschland der Marke Volkswagen skizziert. Derzeit laufen fieberhafte Bemühungen in Testflotten, die Lücke zu den Wettbewerbern aus dem Silicon Valley wie Waymo/Google, Uber oder Apple aufzuschließen.

Ex-Apple-Manager soll "Zentrum autonomes Fahren" aufbauen

Erst vor kurzem hatte der Konzern die Abwerbung von Alexander Hitzinger (47), bisher bei Apple Inc. (USA) Senior Director of Hardware Engineering, bekanntgegeben. Er übernimmt als Markenvorstand für Technische Entwicklung bei Volkswagen Nutzfahrzeuge. „Alexander Hitzinger wird in unserer neuen Markenstrategie den Ausbau unserer Kompetenzen in den Feldern Elektrotraktion, Softwareentwicklung und Autonomes Fahren kraftvoll vorantreiben", erklärte Dr. Thomas Sedran, Vorsitzender des Markenvorstands Volkswagen Nutzfahrzeuge. Zusätzlich zeichnet der Manager für Aufbau und Leitung des 'Zentrums autonomes Fahren" sowie die Aktivitäten "Mobility as a Service (MaaS) im Volkswagen Konzern verantwortlich, beides Schlüsselpositionen im Hinblick auf das autonome Fahren. In einem Ride-Sharing-Shuttle der VW-Tochter Moia auf Basis des VW e-Crafter soll auch erstmals die Selfdriving-Software des Konzerns namens Aurora zum Einsatz kommen. Der Dienst startete jüngst in Hamburg in die finale Testphase mit 100 Fahrzeugen, die ab April in den Regelbetrieb gehen sollen, allerdings noch mit "konventionellem" Fahrpersonal.  

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