Werbung
Werbung
Werbung

VW Konzern: Elektromobilität und Wandel zum Transportdienstleister

Konzern verkündet neue Strategie bis 2025. Elektromobilität in der Hauptrolle, engere Verzahnung der Nutzfahrzeuge, Wandel zum "Mobilitäts- und Transportdienstleister".
Voll unter Strom: VW setzt als Folge des Dieselskandals massiv auf Elektromobiltät. Bis 2025 soll jeder vierte VW ein Elektroauto sein. Ob darunter auch leichte Nutzfahrzeuge fallen, wurde nicht konkretisiert. Im Bild: Die Studie Budd-e | Foto: VW
Voll unter Strom: VW setzt als Folge des Dieselskandals massiv auf Elektromobiltät. Bis 2025 soll jeder vierte VW ein Elektroauto sein. Ob darunter auch leichte Nutzfahrzeuge fallen, wurde nicht konkretisiert. Im Bild: Die Studie Budd-e | Foto: VW
Werbung
Werbung
Johannes Reichel

Der Volkswagen Konzern hat seine als Konsequenz des Abgasskandals entwickelte neue Strategie bis 2025 bekannt gegeben. Der Hersteller sieht in der "Together 2025" genannten Strategie die größte Transformation in der Geschichte des Unternehmens. Dabei spielt neben dem Wandel vom Autohersteller zum Mobilitätsdienstleister sowie der Entwicklung autonomen Fahrens die Elektromobilität eine Hauptrolle. Bis 2025 will der Konzern 30 neue Elektrofahrzeuge vorstellen mit einem jährlichen Absatzziel von zwei bis drei Millionen Fahrzeugen, was 20 bis 25 Prozent des Konzernabsatzes entspräche. In der Prognose des Konzerns könnte der Absatz von BEV (Batterieelektrischen Fahrzeugen) bis 2025 bereits bei einem Viertel liegen. Primär dürfte es sich im Falle von VW um Pkw handeln, ob auch beispielsweise leichte Nutzfahrzeuge von der Elektrifizierungswelle erfasst werden, hat der Konzernvorstand nicht spezifiziert. Für den Ausbau der Elektromobilität will der Konzern auch in das Kompetenzfeld Batterieentwicklung und -fertigung investieren.

"Unser Anspruch ist es, die Mobilität für künftige Generationen maßgeblich mitzugestalten. Voraussetzung dafür ist, dass wir – nach dem schweren Schlag durch die Dieselthematik – aus den gemachten Fehlern lernen, Defizite beheben und eine offene, werteorientierte, auf Integrität aufbauende Unternehmenskultur bei uns etablieren", erklärte der Vorstandsvorsitzende Matthias Müller bei der Vorstellung der neuen strategischen Ausrichtung in Wolfsburg.

Nicht nur bei Pkw, sondern auch bei den Nutzfahrzeugen wolle der Volkswagen Konzern die Zukunftsthemen entschlossen vorantreiben. Für sein Nutzfahrzeuggeschäft, das "derzeit die Marken Scania, MAN und Volkswagen Nutzfahrzeuge umfasst", bekräftigte der Konzern sein strategisches Ziel, einen globalen Player zu schaffen. Volkswagen Truck & Bus solle als Mehr-Marken-Anbieter über den Zyklus hinweg das profitabelste Unternehmen der Branche werden, mit einer signifikanten Präsenz in allen wichtigen Weltregionen, heißt es in einer Pressemitteilung. Diese Ziele sollten zum einen durch eine deutlich engere Zusammenarbeit der Nutzfahrzeugmarken, zum anderen durch "die Verbesserung der Gesamtperformance der Gruppe und den Ausbau der weltweiten Präsenz" erreicht werden. Dabei spielten auch neue Geschäftsmodelle eine tragende Rolle. Mittelfristig werde sich der Geschäftsbereich immer mehr vom reinen Nutzfahrzeug-Hersteller hin zum Anbieter intelligenter Transportlösungen entwickeln.

In diesem Kontext soll ein "markenübergreifenden Geschäftsfelds für Mobilitätslösungen" aufgebaut werden. Die neue Einheit werde am Kundenbedarf orientierte Angebote selbst aufbauen und zukaufen – mit der Vermittlung von Fahrdienstleistungen auf Abruf, dem sogenannten „Ride Hailing", als Kernhema. In der Folge sollen weitere Dienste wie Robotaxis, Carsharing oder Transport-On-Demand um diesen Kern herum gruppiert werden. Erst vor kurzem hatte der VW Konzern mit dem Kauf des "On-Demand"-Mobilitätsdienstleisters Gett seine Ansprüche auf diesem Zukunftsfeld unterstrichen.

Printer Friendly, PDF & Email
Werbung