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VW Nutzfahrzeuge: Neohelden und Viscopic gewinnen Future Logistics Challenge

Bei dem von VWN und Hermes initiierten Wettbewerb setzten sich zwei Jungunternehmen durch, die mit einer Sprachassistenz sowie einem Laderaum-Koordinatensystem den Alltag von Lieferfahrern erleichtern wollen. 

Versammelte Ideen für die Lieferlogistik (v.l.n.r.): Artur Hasselbach (Smart Mobility & Transport Team VWN), Marco Schlüter (COO Hermes Germany), Kay Schiebur (Otto Group Konzern-Vorstand Services), Jens-Philipp Klein (Atlantic Labs), Pascal Stech & Philipp Csernalabics (Co-Founder & CXO) von Neohelden, Felix Meißgeier (Managing Director) von VISCOPIC, Heinz-Jürgen Löw (Vorstand Vertrieb & Marketing VWN), Kai Grünitz (CTO Autonomous Vehicles VWN), Susanne Brand (Head of Innovations, Hermes). | Foto: VWN
Versammelte Ideen für die Lieferlogistik (v.l.n.r.): Artur Hasselbach (Smart Mobility & Transport Team VWN), Marco Schlüter (COO Hermes Germany), Kay Schiebur (Otto Group Konzern-Vorstand Services), Jens-Philipp Klein (Atlantic Labs), Pascal Stech & Philipp Csernalabics (Co-Founder & CXO) von Neohelden, Felix Meißgeier (Managing Director) von VISCOPIC, Heinz-Jürgen Löw (Vorstand Vertrieb & Marketing VWN), Kai Grünitz (CTO Autonomous Vehicles VWN), Susanne Brand (Head of Innovations, Hermes). | Foto: VWN
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Johannes Reichel

Die Start-ups Neohelden und VISCOPIC haben die Future Logistics Challenge 2019 gewonnen. Initiiert wurde der Award von Volkswagen Nutzfahrzeuge und Hermes Europe. Die Gewinner erhalten jeweils 125.000 Euro Startkapital, um einen Machbarkeitstests der von ihnen vorgestellten Ideen durchzuführen. Dieses sogenannte Proof-of-Concept werden sie zusammen mit Volkswagen Nutzfahrzeuge und Hermes Europe umsetzen und testen.

„Bereits 2018 hat Volkswagen Nutzfahrzeuge mit der Innovation Challenge wichtige Impulse für kreative Mobilitäts-, Transport- oder Ladeinfrastrukturlösungen erhalten. Mit Hermes Europe als neuem Partner haben wir dieses Projekt zur Förderung innovativer Start-ups nun weiter entwickelt“, erklärte Heinz-Jürgen Löw, Vorstand Vertrieb und Marketing von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) zum Hintergrund.

Marco Schlüter, Chief Operating Officer von Hermes Germany zeigt sich begeistert von dem vielfältigen Themenspektrum, mit dem die Start-ups sich im Rahmen der Challenge beworben haben. "Ziel ist es, zeitnah Lösungen zu entwickeln, die Volkswagen Nutzfahrzeuge und Hermes ab Anfang des Jahres in einer drei- bis sechsmonatigen Pilotphase im Praxiseinsatz testen werden“, führte der Manager weiter aus.

Lieferlogistik im Trend: Mehr als 180 Bewerbungen

Mehr als 180 Start-ups aus ganz Europa hatten sich mit ihren Lösungsansätzen rund um das Ökosystem „Fahrzeug – Zusteller“ beworben. Zusammen mit dem Projektpartner betahaus X wurden alle Bewerbungen nach einem standardisierten Verfahren analysiert. Die 30 Start-ups mit den überzeugendsten Konzepten erhielten dann eine Einladung zum persönlichen Interview. Die besten acht Teilnehmer wurden dann zu einem zweitägigen Bootcamp nach Berlin eingeladen: Start-ups aus den Bereichen „Driver Behaviour Analysis“, „VR/AR“, „Fleet Management“, „Voice/AI“, „Predictive Maintenance“ und „Parking“. Sie hatten dabei die Gelegenheit, ihre Ideen mit Experten von Volkswagen Nutzfahrzeuge und Hermes Europe zu diskutieren und zu perfektionieren. Zudem erhielten die Teilnehmer ein Pitch-Training – mit einem generellen Coaching und Vorschlägen für die Verbesserung ihres Auftritts, der Storyline und der Umsetzung ihrer Präsentation.

Sprachassistent hilft dem Fahrer im Alltag

Am 5. November bekamen die Finalisten im Rahmen eines Pitches in der Berliner Eventlocation Amplifier die Chance, ihre Konzepte der hochkarätigen Challenge-Jury vorzustellen: Kay Schiebur (Otto Group Konzern-Vorstand Services), Marco Schlüter (Chief Operating Officer von Hermes Germany), Kai Grünitz (Chief Technical Officer Autonomous Vehicle VWN), Jens-Philipp Klein (Atlantic Labs) und Heinz-Jürgen Löw (Vorstand Vertrieb und Marketing VWN). Am stärksten überzeugen konnten im Pitch schließlich Neohelden und VISCOPIC.

Beim Konzept von Neohelden entwickelte das Start-up aus Karlsruhe den Voice-Assistenten „Neo“, der die Fahrer von Anfang an begleitet. Ob Onboarding, erste Touren oder Übersicht der überlieferten Pakete, das sogenannte „Conversational Interface“ funktioniert in dutzenden Sprachen. Der Assistent hat den Vorteil, bestehende IT-Systeme beider Partner, wie beispielsweise Datenbanken, CRM-Systeme und Infotainment-Screens auf einfache Weise miteinander zu vernetzen.

Laderaum-Koordinatensystem: 20 Prozent Effizienzsteigerung sind drin

Mit dem Konzept von VISCOPIC nimmt sich das Münchener Start-up primär der Herausforderungen im Laderaum des Zustellerfahrzeugs an, wo zahlreiche Pakete gestapelt sind. Dank eines datenbasierten Koordinatensystems werden die Lieferungen vorab vom Fahrer so sortiert, dass er sie schnell und unkompliziert wiederfinden soll. Ein Live-Kamera-Feed zeigt genau an, wo sich welches Paket befindet. Das Jungunternehmen geht durch die Implementierung der Lösung von einer möglichen Effizienzsteigerung von bis zu 20 Prozent bei der Zustellung aus.

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