Walther: Automatisches Lager von Klinkhammer für Next-Day-Lieferung

Der Frischdienstspezialist Walther setzt in Kitzingen auf die Intralogistik-Ausrüstung von Klinkhammer und will mit dem erweiterten automatisierten Lager die Next-Day-Belieferung in größerer Dimension aufrechterhalten.

Das Frischwarenlager von Walther wurde mit Intralogistikkomponenten von Klinkhammer automatisiert. | Visualisierung: Klinkhammer
Das Frischwarenlager von Walther wurde mit Intralogistikkomponenten von Klinkhammer automatisiert. | Visualisierung: Klinkhammer
Johannes Reichel
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Melanie Endres)

Der Frischdienst Walther aus Kitzingen ist ein fränkischer Zustellgroßhändler mit einem umfangreichen Sortiment von Frische- und Tiefkühlprodukten sowie Lebensmitteln. Mit über 8.500 Artikeln beliefert das Unternehmen Gastronomie, Hotellerie und Großküchen. Um auch in Zukunft das Versprechen „Heute bis 18 Uhr bestellt, morgen alles frisch und komplett geliefert“ halten zu können, hat das Familienunternehmen mit dem Intralogistikspezialisten Klinkhammer sein Trocken- und Kühllager automatisiert und die Größe des automatischen Tiefkühllagers verdoppelt, das vermeldete Klinkhammer. Die Herausforderung war laut Klinkhammer dabei, dass die Technik drei verschiedene Temperaturbereiche und drei unterschiedliche Warenflüsse abdecken sollte.

Für 19.680 Tablarstellplätze

Das 2016 fertiggestellte, automatische Tiefkühllager mit minus 22 Grad Celsius Umgebungstemperatur wurde erweitert, dass zukünftig laut Angaben insgesamt 19.680 Tablarstellplätze zur Verfügung stehen. Das neue automatische Frischwarenlager im Temperaturbereich von zwei Grad Celsius bis sechs Grad Celsius ist als Shuttlelager mit drei „KlinCAT“-Multilevel-Shuttles ausgestattet, die jeweils sechs Behälterebenen erreichen.

Zweigassiges automatische Kleinteilelager

Das Trockenwarenlager für Lebensmittel ist ein nicht-klimatisiertes, zweigassiges, automatisches Kleinteilelager für B, C und D Artikel. Aufgrund der vielfältigen Verpackungsausführungen werden in allen drei Lagerbereichen Tablare als Ladehilfsmittel eingesetzt, so Klinkhammer. Die Vereinzelung der Produkte von Paletten auf Tablare ermögliche eine flexible und einfache Handhabung von Aufträgen mit kleinen Losgrößen und gemischtem Sortiment.

Shuttlelager mit halbem Flächenedarf

Im Vergleich zum automatischen Kleinteilelager sorgt das Shuttlelager den Klinkhammer-Angaben zufolge trotz halbem Flächenbedarf für 30 Prozent mehr Leistung. Gerade bei schnelldrehenden Frischwaren wie Milchfrischprodukten, Käsespezialitäten und Frischfleisch helfe die Lösung, den innerbetrieblichen Materialfluss zu beschleunigen. Zusätzlich dient das Shuttlelager, so die Mitteilung, als Auftragszusammenführungspuffer. Per Vorkommissionierung werden Aufträge für den Versand zwischengelagert, um diese zu einem späteren Zeitpunkt mit Waren aus anderen Lagerbereichen zusammenzuführen. Dies beschleunige die Auftragsbearbeitung und entkoppele die Prozesse.

Betrieb ab Frühjahr 2020

Die neue Tiefkühl-Fördertechnik sowie ein weiterer Kommissionierplatz sind so mit der Bestandsanlage verbunden, dass möglichst kurze Wege anfallen und der Kälteverlust sowie der Wärme- und Feuchtigkeitseintrag geringgehalten werden. Die Klinkhammer-Lagerverwaltungssoftware wurde um die Verwaltung des Trocken- und Frischwarenlagers erweitert und an das bestehende Host-System angebunden. Bei Gewichtsware mit unterschiedlichem Einzelgewicht, sei eine Erfassung der tatsächlichen Nettogewichte möglich. Die Klinkhammer-Lagerverwaltungssoftware mit Materialflussrechner steuert die Prozesse. Das Visualisierungssystem „KlinkVISION“ bringt laut Eigenangaben Transparenz ins Lager und ermöglicht eine schnelle Fernwartung. Die Anlage wird im Frühjahr 2020 in Betrieb genommen.

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