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Warendistribution: Fließlager beschleunigt Versand

Der Pulver- und Dispersionsproduktehersteller PCI Augsburg hat seine Versandabläufe optimiert. Kern der Lösung ist die räumliche Trennung von Warenbereitstellung und Verladevorgang.
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Tobias Schweikl

24 Stunden von der Bestellung bis zum Eintreffen der Ware innerhalb Deutschland, Österreich sowie größtenteils auch der Schweiz sind die Frist, mit der die PCI Augsburg GmbH gegenüber ihren Kunden wirbt. Das Unternehmen im Bereich Bauchemie der BASF SE fertigt am Standort Augsburg Pulver- und Dispersionsprodukte. Deshalb hat man sich bereits im Jahr 2013 dazu entschlossen, das bislang genutzte Blocklager abzuschaffen sowie die Warenbereitstellung und den Verladevorgang räumlich zu trennen. Das soll zum einen Wege- und Fahrzeiten reduzieren und zum anderen die Sicherheit beim Bereitstellungsvorgang der Waren erhöhen.
In Zusammenarbeit mit dem Systemintegrator LTA Lagertechnik Detlef Albrecht, mit dem PCI Augsburg bereits viele Jahre zusammenarbeitet, fiel die Entscheidung zugunsten eines Fliesslagers des Herstellers Interroll. Die Herausforderung bestand darin, dass die Europaletten bei PCI quer transportiert werden und ein breites Gewichtsspektrum von 200 kg bis 1.200 kg aufweisen. Ausserdem wurde eine Funktionsgarantie von zwei Jahren bei einem Drei-Schicht-Betrieb gefordert.
Realisiert wurde schließlich eine schwerkraftgetriebene Fliesslagerlösung nach dem FIFO-Prinzip (first in-first out) mit 21 Kanälen und 189 Palettenplätzen. Deren Rollenbahnen sind zweigeteilt mit versetzt angeordneten Geschwindigkeitsreglern. Gleichzeitig sind die Rollenbahnen sehr breit angelegt, so dass es zu einer besseren Lastverteilung und damit besseren Laufeigenschaften kommt. Dies soll auch die Lebensdauer der eingesetzten Elemente verlängern.
Die versetzten Rollenachsen dienen der besseren Unterstützung der quer angeordneten Palettenkufen und sollen den stetigen Wiederanlauf der Paletten sicherstellen. Die Fliesslagermodule in den fünf Prozent geneigten Fliesskanälen nutzen die Schwerkraft und lassen die Paletten energieneutral von der Eingabe- und Entnahmeseite rollen. Die Rollgeschwindigkeit wird über einen magnetischen Geschwindigkeitsregler unabhängig vom Palettengewicht verschleißfrei bei 0,3 m/s gehalten.
Ergänzt wird das System durch einen Sicherheitsseparator (Time Plus Separator). Wenn die erste Palette für die Entnahme angehoben wird, wird die nächste Palette in dem Kanal erst nach einer zeitlichen Verzögerung freigegeben. Somit hat der Staplerfahrer genügend Zeit, um die Palette sicher zu entnehmen, bevor die zweite Palette nachrückt.
Um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten, wurde eine Auswahl der Kundenpaletten im Kompetenzzentrum von Interroll in La Roche-sur-Yon, Frankreich, vorab getestet. Untersucht wurden unterschiedliche Beladungen unter kontrollierten Bedingungen auf Rollenteststrecken, wobei Neigung, kontrollierte Entnahmegeschwindigkeit, Separation und Wiederanlauf der stehenden Paletten beachtet wurden.

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