Wegen Corona: Mehr Pakete als an Weinachten und dem Black Friday

Im März 2020 wurden offenbar mehr E-Commerce-Pakete versendet als an Weihnachten und am Black Friday des vergangenen Jahres. Auch die Zahl der der erfolgreichen ersten Zustellversuche steigt stark.

Da viele Verbraucher im Homeoffice arbeiten, stieg die Zahl der erfolgreichen ersten Zustellversuche enorm an. | Bild: Kadmy-Fotolia
Da viele Verbraucher im Homeoffice arbeiten, stieg die Zahl der erfolgreichen ersten Zustellversuche enorm an. | Bild: Kadmy-Fotolia
Tobias Schweikl

Das Paketaufkommen zu Zeiten der Corona-Pandemie übertrifft in einigen Sortimenten die Werte des letztjährigen Black Fridays und des Weihnachtsgeschäfts 2019 insgesamt. Das zeigt eine aktuelle Erhebung der parcelLab GmbH. Das Unternehmen hat das Bestellaufkommen von mehr als 450 seiner Kunden aus Handel und Industrie aus 25 Ländern im Zeitraum zwischen dem 15. und 30. März ausgewertet.

So lag demnach die Zahl der Bestellungen von Elektronik und Multimedia in der letzten Märzhälfte im Schnitt 78,41 Prozent über dem Niveau im Umfeld des letztjährigen Black Friday (15. bis 29. November) und 17,28 Prozent über dem Paketaufkommen in der gesamten Vorweihnachtszeit (9. bis 24. Dezember).

Bei Lebensmittel gehen in der Corona-Krise 65,92 Prozent mehr Pakete an die Kunden als am Black Friday und 19,46 Prozent mehr als im Weihnachtsgeschäft 2019. Möbelhändler schicken immerhin noch 7,33 Prozent mehr Pakete auf Reisen als am Black Friday und 2,1 Prozent mehr als an Weihnachten.

Mehr erfolgreiche Zustellversuche

Trotz des unerwartet hohen Paketaufkommens hätten die Online-Händler ihre Logistik gut im Griff, so parcelLab weiter. Da viele Verbraucher im Homeoffice arbeiten, hätten vor allem die Zusteller leichtes Spiel. So hätte die Zahl der erfolgreichen Zustellversuche beim ersten Mal um 56 Prozent gesteigert werden können.

Auch die Zahl der Kunden, die alle E-Mails mit Informationen zum Versandstatus ihrer Bestellung öffnen, stieg: von durchschnittlich 56 Prozent vor Corona auf jetzt 62 Prozent. Bei den Tracking-Links klicken aktuell 26,3 Prozent der Kunden mindestens einen solchen Link an, um zu sehen, wo ihr Paket gerade steckt. Vor Corona lag der Wert bei 24,9 Prozent.

„Die meisten Kunden zeigen aktuell großes Verständnis, wenn ihr Paket länger auf Reisen ist“, kommentiert parcelLab-Mitgründer Anton Eder. „Allerdings zeigen sie sich auch interessierter daran, ob die Bestellabwicklung fristgerecht klappt. Wer Kunden hier in Echtzeit über relevante Versandereignisse informiert, entlastet nicht nur das Call-Center, sondern sorgt auch für eine gute Operations Experience beim Paketversand.“

Über die Cloud-Plattform parcelLab optimieren Unternehmen das Kundenerlebnis während der Auftragsabwicklung. Großunternehmen können damit in Echtzeit alle Prozessschritte im Fullfilment selbst kontrollieren, eventuelle Probleme frühzeitig erkennen und darauf reagieren. Zu den Kunden zählen laut parcelLab unter anderem Ikea, Lidl und MediaMarktSaturn.

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