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Weihnachtsauftakt: E-Commerce stark wie seit fünf Jahren nicht

Der Wert für das vierte Quartal 2019 steuert auf Rekordwachstum zu, vermeldet der Bundesverband Versandhandel.

Der bevh verzeichnet den stärksten Weihnachtsauftakt seit fünf Jahren. Wichtig dafür ist aus Sicht des Verbands auch die gute Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftszweig Logistik. (Foto: Endostock/Fotolia)
Der bevh verzeichnet den stärksten Weihnachtsauftakt seit fünf Jahren. Wichtig dafür ist aus Sicht des Verbands auch die gute Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftszweig Logistik. (Foto: Endostock/Fotolia)
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Johannes Reichel
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Sandra Lehmann)

Bereits nach neun Wochen des 4. Quartals liegt der Onlinehandel in Deutschland zwölf Prozent über dem Vorjahreswert und steuere auf ein Rekordwachstum zu. Das gab der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) am 8. Dezember 2019 bekannt. Demnach konnte der Wirtschaftszweig damit den stärksten Weihnachtsauftakt seit fünf Jahren verzeichnen.

Black Friday fließt nur anteilig ein

Bis zum Stichttag am 29.11.2019 erreichten die über Online-Kanäle erzielten Bestellungen 14,8 Milliarden Euro. Darin ist das sogenannte Black Weekend, der Verkaufszeitraum vom „Black Friday“ bis zum nachfolgenden „Cyber Monday“, in diesem Jahr nur anteilig enthalten. 2018 lagen die Aktionstage, die an den amerikanischen Thanksgiving-Feiertag geknüpft sind, eine Woche früher und flossen vollständig in den Vergleichsumsatz ein, so der bevh.

„Nach dem bisherigen sehr guten Verlauf für den Onlinehandel, nicht nur im vierten Quartal, können wir unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2019 auf ein Wachstum von mindestens 11 Prozent anheben. Auf dieser Basis werden wir sicher im Jahr 2019 erstmalig die 70 Milliarden Euro-Grenze im E-Commerce knacken“, so Martin Groß-Albenhausen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh).

Wie der Verband außerdem mitteilte, hatte der E-Commerce im Vergleichszeitraum einen Anteil von 98,4 Prozent am gesamten Interaktiven Handel. Dieser enthält zusätzlich die Bestellungen, die telefonisch oder schriftlich erfolgen.

Der Umsatz mit digitalen Dienstleistungen liegt laut dem Verband nach den ersten neun Wochen des 4. Quartals bei 3,5 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer – dies entspricht einem Plus von 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der gesamte Interaktive Handel, der klassische Versandhandel und E-Commerce, erzielte in den ersten neun Wochen des 4. Quartals 2019 einen Gesamtumsatz mit Waren von 15 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer und erwirtschaftete damit ein Plus von 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (erste neun Wochen des 4. Quartals 2018: 13,7 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer).

Hand in Hand mit der Logistik

Aktionstage wie Black Friday oder Cyber Monday tragen aus Sicht des bevh dazu bei, die Weihnachtseinkaufs-Spitzen für Händler, Logistiker und Verbraucher zu entzerren. Die E-Commerce-Branche arbeite Hand in Hand mit der Logistik zusammen und andersherum. So könnten auch zukünftig eine Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse im ganzen Land sowie die Versorgungssicherheit gewährleistet werden. Bisher äußern sich dem bevh zufolge neun von zehn Kunden in der Stadt und auf dem Land sehr zufrieden mit den Lieferzeiten. Viel wichtiger als dies, sei die Verlässlichkeit der Zustellung.

Groß-Albenhausen: „Da wir im gesamten Jahr 2019 regelmäßig von leicht über den Erwartungen liegenden Umsätzen berichtet haben, können wir davon ausgehen, dass sich die Logistikdienstleister wieder sorgfältig auf die Geschäftsspitzen vorbereitet haben. Damit kann dem Weihnachtsgeschäft unserer Branche nichts mehr im Wege stehen.“

Zu dem wesentlichen Umsatzanstieg zu Beginn des 4. Quartals hat nach Angaben des bevh vor allem das Warengruppencluster Unterhaltung beigetragen. Demnach wurden dort im Bereich Elektronikartikel in den ersten neun Wochen des Quartals 2,5 Milliarden Euro und im Bereich Computer 1,2 Milliarden Euro umgesetzt. Treiber des guten Weihnachtsgeschäfts ist laut bevh auch der Bereich Bekleidung. Dort konnten bislang 2,9 Milliarden Euro erwirtschaftet werden, 834 Millionen Euro davon im Sektor Schuhe.

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