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Werbelüge bei Joghurtbechern?

Verbraucherschützer bezichtigen Danone des Etikettenschwindels.
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Redaktion (allg.)
Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH), Berlin, und die Berliner Verbraucherorganisation Foodwatch e. v. werfen der Danone GmbH, Haar, Etikettenschwindel vor. Der Lebensmittelkonzern bewirbt seine neuen Becher für den Joghurt „Activia“ als besonders umweltfreundlich und vollständig recyclebar. Die Verpackung aus dem Biokunststoff PLA (Polylactid; Polymilchsäure), der aus Mais hergestellt wird, hat Danone gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation WWF entwickelt und im April eingeführt. Auch soll das darin enthaltene Milchprodukt gesundheitsfördernd sein, womit das Unternehmen die im Vergleich zu Wettbewerbsprodukten höheren Preise begründet. Laut den Verbraucherschützern kann der Joghurt aber weder die Verdauung regulieren, noch sei die Öko-Bilanz des neuen Behälters besser als die des alten Plastikbechers. Letzteres bestätige eine von Danone selbst finanzierte Studie beim Institut für Energie und Umweltforschung in Heidelberg (ifeu). Demnach erzeuge der PLA-Becher im Vergleich zu den bisher verwendeten Polystyrol-Bechern zwar ein Viertel weniger Treibhausgase und verbrauche 43 Prozent weniger fossile Rohstoffe. Gleichzeitig belaste die Herstellung des Behälters aus Maisstärke aber Böden und Gewässer stärker als die des alten und verursache mehr Feinstaub. Zudem werde der neue Becher nicht wie propagiert recycelt, sondern verbrannt. Denn laut Foodwatch sortieren ihn Recycling-Anlagen nicht aus. Wegen der irreführenden Werbeaussagen hat die DUH Danone abgemahnt und eine Klage gegen den Konzern angekündigt. Der Joghurtmacher selbst weist sämtliche Kritik in den Medien von sich. (Foto: Foodwatch)
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