Witron: Mehr Kapazitäten durch neues Werk II Nord

Der Intralogistikspezialist Witron aus Parkstein hat seine Fertigungskapazitäten deutlich ausgebaut. Anfang September wurde ein neues Werk eröffnet.

Zusätzliche 120.000 Quadratmeter Fertigungskapazitäten sind bei Witron in Parkstein entstanden. (Foto: Witron)
Zusätzliche 120.000 Quadratmeter Fertigungskapazitäten sind bei Witron in Parkstein entstanden. (Foto: Witron)
Tobias Schweikl
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Matthias Pieringer)

Das Intralogistikunternehmen Witron hat am 3. September in Parkstein in der Oberpfalz das neue „Werk II Nord“ zur Fertigung von Fördertechnik-Elementen und Schaltschränken nach gut zweieinhalb Jahren Planungs- und Bauzeit feierlich eröffnet. Firmengründer und Inhaber Walter Winkler hatte Anfang 2019 entschieden, die Fertigungskapazitäten am Standort Parkstein um 120.000 Quadratmeter zu erweitern – auf in Summe 220.000 Quadratmeter.

„Zukunftsweisende Lösungen und erfolgreiche Projekte waren und sind der Treiber für das starke Wachstum der Witron-Gruppe“, sagte Firmengründer und Inhaber Walter Winkler in seiner Begrüßungsrede. „Um diese hohe Nachfrage auch weiterhin qualitativ und quantitativ zuverlässig abzudecken, haben wir uns zu dieser Investition entschlossen. Darüber hinaus ist es durch diesen Schritt möglich, sowohl die Arbeitsplätze in der Region als auch in den Niederlassungen in Europa, Nordamerika und Australien dauerhaft zu sichern und technologisch auf dem permanent neuesten Stand zu bleiben. Denn Innovation und motivierte, gut ausgebildete Mitarbeiter sind seit Firmengründung eine tragende Säule von Witron“, so Winkler.

Aktuell beschäftigt Witron 4.800 Mitarbeiter, davon gut 2.000 Mitarbeiter am Standort Parkstein. In den nächsten beiden Jahren werden es nach Unternehmensangaben weltweit schon 7.000 Mitarbeiter sein, die Kundenaufträge dafür seien erteilt. Für das Geschäftsjahr 2021 wird ein Umsatz von fast einer Milliarde Euro erwartet. „Aufgrund dieses positiven Ausblicks ist es zwingend notwendig, die Fertigungsressourcen signifikant auszubauen und zusätzliche Mitarbeitende einzustellen.“, erklärte Winkler. „Bis zu 1.800 attraktive Arbeitsplätze können wir dann zusätzlich in Parkstein anbieten – für IT-Fachkräfte, Steuerungs- und Projektmitarbeiter, Konstrukteure, Mechatroniker, Elektriker und Metallbauer.“

Bereits seit dem Jahr 2005 fertig der Parksteiner Logistik-Generalunternehmer seine Paletten-, Behälter- und Tray-Fördertechnik-Elemente selbst. Produziert für sämtliche Projekte weltweit wird zentral in Parkstein in der Oberpfalz. Bereits in den Jahren 2010, 2013 und 2018 wurden die Fertigungs-Ressourcen nach oben gefahren. Im neuen Werk II Nord umfasst allein die Fläche für die Fertigung von Fördertechnik-Elementen inklusive der Galvanik 87.000 Quadratmeter. Für die Produktion von Schaltschränken sind weitere 12.000 Quadratmeter vorgesehen. Die Lagerkapazitäten in den automatischen Lagern sind auf 10.500 Paletten- und 23.750 Behälterstellplätze ausgelegt. Die maximale Höhe der Bebauung beträgt elf Meter. Aus Gründen der Flächenoptimierung erfolgt die Lagerung laut Witron weitgehend unter Bodenniveau.

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