Würth: Orsy-Regalmodule erhalten Cradle-to-Cradle-Zertifikat

Spezialist forciert das Thema Nachhaltigkeit in der Produktion. Einige der Orsy System-Regal Module bekamen nun die an der Kreislaufwirtschaft orientierte Zertifizierung Cradle-to-Cradle.

Seit über 40 Jahren können Würth Kunden das Orsy System-Regal für Kleinteile und Verbrauchsmaterial dank unterschiedlichster Module entsprechend ihren Bedürfnissen einrichten. | Bild: Würth.
Seit über 40 Jahren können Würth Kunden das Orsy System-Regal für Kleinteile und Verbrauchsmaterial dank unterschiedlichster Module entsprechend ihren Bedürfnissen einrichten. | Bild: Würth.
Johannes Reichel
(erschienen bei PROFI-Werkstatt von Claudia Leistritz)

Das Künzelsauer Unternehmen für Befestigungstechnik Adolf Würth will seine Produktion so nachhaltig wie möglich gestalten. Einige der Orsy System-Regal-Module erhielten nun die an der Kreislaufwirtschaft orientierte Zertifizierung Cradle-to-Cradle. Laut eigenen Aussagen hat der Konzern sich zum Ziel gesetzt, seine Produktion bis 2030 so umfassend wie möglich nach ökologischen Gesichtspunkten auszurichten. Bei der Cradle-to-Cradle-Methode werden die Abläufe durch „zirkuläres Wirtschaften“ dahingehend optimiert, dass sich die Produktbestandteile nach Nutzung wieder in Kreisläufe überführen lassen. Hinzu kommt aber die Bewertung der damit verbundenen Arbeitsvorgänge nach ökologischen und sozialen Gesichtspunkten. Kürzlich erhielten nun die meisten „Orsy“- System-Regal-Module das Cradle-to-Cradle-Gütesiegel und brachten Würth, so der Pressebericht, seinem Nachhaltigkeitsziel einen Schritt näher.

Der Begriff Cradle-to-Cradle (auch bezeichnet: C2C) bedeutet soviel wie „von der Wiege bis zur Wiege“ und soll anhand von fünf Gesichtspunkten die „Kreislauffähigkeit“ von Produkten bestätigen.

Fünf Bewertungspunkte für alle Lieferanten

Die fünf Kriterien für die Beurteilung der Produkte lauten ökologische Unbedenklichkeit, Wiederverwertbarkeit der Materialien, Produktion unter Einsatz erneuerbarer Energien, verantwortungsvoller Umgang mit Wasser und soziale Gerechtigkeit. Um eine Zertifizierung für ein bestimmtes Produkt zu erhalten, müssen alle  Lieferanten entlang der Herstellungskette entsprechend geprüft und positiv bewertet sein.

Ordnung mit Orsy

Orsy ist ein Ordnungssystem, das Würth bereits vor über 40 Jahren eingeführt hat. Dank unterschiedlicher Module lassen sich die Regale für Kleinteile und Verbrauchsmaterial ganz individuell nach den eigenen Bedürfnissen zusammensetzen. „Heute ist Orsy ein universelles Logistikprinzip“, so das Unternehmen, „das die Beschaffung, Lagerung und den Transport von Waren intelligent verzahnt.“ Dem Kunden erspare das System Zeit, verschaffe ihm Überblick über seine Bestände und reduziere auch die Kosten.

Viele Artikel bei Würth haben zudem eine spezielle Orsy-Verpackung, die den vorhandenen Lagerplatz optimal ausnutzt. Von Verpackungen mit Kunststoff-Sichtfenster hat Würth außerdem auf „sortenreine Kartonagen“ umgestellt und spart damit laut Bericht jährlich 9,3 Tonnen an Kunststoff ein.

Bereits 2017 erhielt das Unternehmen mit seinem Varifix Schnellmontagesystem eine Cradle-to-Cradle-Zertifizierung. Und auch die Verpackungen für Zerspanungswerkzeuge erfüllten mit ihrem hundertprozentigen Anteil an recyceltem Kunststoff die Standards dieser Bewertung.

Globaler Standard

Die C2C-Bewertungsmethode entstand Medienberichten zufolge seit den 1990er Jahren in den USA und wird vom 2012 gegründeten Cradle to Cradle Products Innovation Institute vergeben, dessen Hauptsitz sich in San Francisco befindet. Die europäische Niederlassung liegt in Amsterdam. Eigenen Angaben zufolge will die Nonprofit-Organisation mit der Zertifizierung einen globalen Standard für sichere, zirkuläre und verantwortungsbewusst hergestellte Produkte setzen und arbeitet mit Unterstützung von Sponsoren und Stiftungen.

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