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ZF Services: Mit Tags nah an der Fracht

Zulieferer präsentierte auf der Hannover Messe die Erweiterung der Telematikplattform Openmatics, die das Frachtgut selbst überwacht.
„deTAGtive logistics“ nennt Openmatics, das zur After-Sales-Organisationseinheit ZF Services gehört, das neue Kontroll- und Dokumentationssystem für Sendungen. (Foto: ZF Services)
„deTAGtive logistics“ nennt Openmatics, das zur After-Sales-Organisationseinheit ZF Services gehört, das neue Kontroll- und Dokumentationssystem für Sendungen. (Foto: ZF Services)
Redaktion (allg.)

Auf der Hannover Messe hat ZF Services eine Erweiterung seiner Telematikplattform Openmatics vorgestellt, die das Transportgut selbst überwachen soll. Bisher endete die telematische Datenflut im Fracht- beziehungsweise Motorraum. Retardereinsatz, Kühltemperatur, Türöffnungszustand, dieses Sachen lassen sich mit verschiedenen Telematikdiensten bereits darstellen. ZF Openmatics geht jetzt einen Schritt weiter und hat sogenannte Tags auf der Hannover Messe vorgestellt (24. bis 28. April), die am Transportgut selbst angebracht werden und dort mittels Sensoren deren Transport überwachen. Mit Datenloggern war so etwas natürlich auch schon lange möglich. Der Clou ist, dass sich die wertvolle Fracht nun in Echtzeit überwachen lässt, weil die Tags in das Telematiksystem Openmatics eingebunden werden können.

„deTAGtive logistics“ nennt Openmatics, das zur After-Sales-Organisationseinheit ZF Services gehört, dieses neue Kontroll- und Dokumentationssystem. Aufgrund der Bluetooth Smart-Technologie können die batteriebetriebenen Sensoren in den Tags (mit der Grundfläche kleiner als einer Visitenkarte) überall installiert werden – ohne Verkabelung. An Transportbehältern, Paletten oder Wechselbrücken bleiben sie bis zu fünf Jahren im Einsatz, bevor sie bei Openmatics recycelt werden. Drei verschiedene Tags stehen zur Verfügung: Die Basisvariante Tag 1 ermöglicht Standortinformationen und Identifizierung. Tag 2 informiert zusätzlich über Beschleunigung und Stöße, Temperatur und Licht; während Tag 3 auch die Luftfeuchtigkeit misst. Je nach Transportgut können die Sensoren aber auch individuell konfiguriert werden. Sogar die Entwicklung kundenspezifischer Sensoren ist möglich – um etwa Luftdruck- oder Magnetfeldmessungen durchzuführen. Über die Bluetooth Smart-Technologie haben die Tags eine Reichweite von bis zu 30 Metern – genug selbst für Lang-Lkw mit 25 Metern Gesamtlänge. Zudem können die Tags außer mit der vorhandenen Telematik-Hardware oder den stationären Tag-Finder von Openmatics auch mit Smartphones oder Tablets kommunizieren.

(tpi)
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